Vom 18. bis 21. Mai durfte ich die BAW auf der internationalen Fachkonferenz TRA 2026 in Budapest am gemeinsamen Stand mit dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) vertreten. Anhand von drei Projektbeispielen konnten wir einem internationalen Fachpublikum die Expertise der BAW im Bereich der Wasserstraßen und des maritimen Verkehrs vorstellen. Neben meiner eigenen Forschungsarbeit zur Modellierung von Schiff-Wasserstraßen-Interaktionen durfte ich auch die Arbeiten zweier Kollegen vorstellen: das Expertensystem als Assistenz für bemannte und autonome Seeschifffahrt (EBAS) von Carl-Uwe Böttner sowie die Schleusenoptimierung mit Künstlicher Intelligenz (SOKI) von Jannis Daubner.
Am Stand des BMV präsentierten sich unter anderem das Forschungsnetzwerk des BMV, dem auch die BAW angehört, das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft (DZM), die Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt), das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung beim Eisenbahn-Bundesamt (DZSF) sowie Die Autobahn GmbH des Bundes.

Neben der Standbetreuung bot die Konferenz zahlreiche Möglichkeiten für intensive Fachgespräche und den Austausch mit internationalen Kolleginnen und Kollegen aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.
Besichtigung von Budapest
Nach den Konferenztagen blieb abends Zeit, Budapest zu entdecken. Besonders beeindruckend war das ungarische Parlamentsgebäude – nicht nur aufgrund seiner wunderschönen Lage direkt am Donauufer, sondern auch wegen seiner Größe: Es zählt zu den größten Parlamentsgebäuden der Welt.

Budapest teilt sich in die Stadtteile Buda und Pest, die jeweils auf einer Seite der Donau liegen. Besonders die historische Altstadt von Buda mit ihren engen Gassen und kleinen Aussichtspunkten hat mich begeistert. Der Blick von der Fischerbastei auf das abends beleuchtete Parlament darf bei einem Besuch in Budapest definitiv nicht fehlen.
Auch die historische Metrolinie M1 stand auf dem Programm. Die älteste U-Bahn Kontinentaleuropas gehört ebenso wie ein abendlicher Spaziergang entlang der Donau einfach zu einem Budapest-Besuch dazu.

Besuch der Staatssekretärin am BMV-Stand
Am Mittwochmittag durften wir Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz am BMV-Stand willkommen heißen. Sie nahm sich Zeit für den Austausch mit allen Ausstellerinnen und Ausstellern des BMV. Auch ich hatte dabei die Gelegenheit, über die Arbeit der BAW und unsere aktuellen Projekte zu berichten.

Deutscher Abend in der Residenz der Deutschen Botschaft
Ein besonderes Highlight war der Deutsche Abend in der Residenz der Deutschen Botschaft. Anlass war die erfolgreiche Bewerbung Deutschlands für die Ausrichtung der TRA 2030 in München. Neben der gemeinsamen Feier bot der Abend vor allem Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und den Austausch zwischen den Instituten und Ressortforschungseinrichtungen des BMV weiter zu stärken. In ihrer Ansprache betonte Staatssekretärin Dr. Stutz zudem die Bedeutung einer engen und intensiven Zusammenarbeit der verschiedenen Verkehrsträger – Straße, Schiene und Wasserstraße – als gemeinsame „Mobilitätsfamilie“.
Der herzliche Empfang und die besondere Atmosphäre machten den Abend zu einem sehr gelungenen Abschluss des Konferenztages. Für die Einladung zu diesem besonderen Anlass möchte ich mich an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken.

Nach Budapest ist vor München
Nach der Closing Ceremony am Donnerstagmittag blieb noch Zeit für einen letzten Stadtbummel durch Budapest. So führte der Weg unter anderem über die Margareteninsel, vorbei an einem Kunstmarkt und schließlich in das älteste Strudel-Restaurant der Stadt. Am Freitag ging es zurück nach Frankfurt – im Gepäck viele schöne Erinnerungen an interessante Gespräche, spannende Einblicke und intensive Diskussionen mit Kolleginnen und Kollegen aus der Branche.

Wir freuen uns bereits darauf, die BAW 2030 in München präsentieren zu dürfen und die Bedeutung der Wasserstraßen dort noch stärker in den internationalen Fokus zu rücken.

Verfasst von Melissa Böhm
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