IAHR Granada 2022

Jede Menge spannende Vorträge, tolles Essen, bestes Wetter und die Alhambra – das machte den diesjährigen IAHR World Congress in Granada aus. Das Programm war dabei stramm: mit über 1 000 wissenschaftlichen Beiträgen war die Fülle an Vorträgen, Panel Diskussionen und auch kleineren Workshops überwältigend. Dem Motto „From Snow to Sea“ wurde die Konferenz durch die inhaltliche Breite der Vorträge dabei mehr als gerecht. IAHR steht übrigens für „International Association for Hydro-Environment Engineering and Research“.

Die Vertreter der BAW in Granada – von links nach rechts: Gerrit Fiedler (W1), Caroline Selheim (W2), Carsten Thorenz (W3), Elise Lifschiz (W2), Roman Weichert (W1) und Martin Utz (W5)

Neben den Vorträgen aus dem eigenen Fachgebiet war insbesondere der Blick über den Tellerrand hinaus sehr einprägsam. Dabei haben sich Themen wie die Auswirkungen des Sedimentdefizits in den Flüssen auf die Küste, das Sedimentmanagement in Stauräumen und Salzintrusion als große Themen herauskristallisiert. Insbesondere die Vielfalt an möglichen Stakeholdern und die Vielschichtigkeit der Probleme, waren in vielen Vorträgen eindrucksvoll zu sehen. Zudem war der Kongress natürlich eine tolle Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen, sei es im internationalen oder doch innerhalb des bekannten deutsch-sprachigen Umfelds.

Für etwas „field experience“ wurde in Form von „Technical Visits“ gesorgt. Von den sechs angebotenen Exkursionen haben wir uns für „The historical water management systems of Sierra Nevada“ entschieden und wurden von einem kundigen Guide in die grünen Oasen entlang der kleinen Bewässerungskanäle in den Tälern der Sierra Nevada entführt, die die Bewohner der Region seit Jahrhunderten betreiben.

Technical Visit in die Sierra Nevada

Glücklicherweise hat sich die Hitzewelle, unter der Spanien dieses Jahr leidet, für unseren Besuch kurzzeitig zurückgehalten, sodass man die Temperaturen auch außerhalb des klimatisierten Kongresszentrums ertragen konnte. So konnten wir die Abende nutzen, um die wunderschönen Gassen von Granada auf der Suche nach einem netten Restaurant zu erkunden oder beim anschließenden Sangria auf einem der vielen Plätze den Charme dieser maurisch-geprägten Stadt zu genießen. Die ganz Aktiven unter uns haben das Joggen am Morgen sogar für eine Ortsbegehung des Flusses Genil genutzt!

Insgesamt war es eine sehr erlebnisreiche Woche und wir können nur betonen, dass sich der Aufwand, den der Besuch einer solchen Konferenz mit sich bringt, wirklich lohnt. Es ist eine tolle Plattform um den wissenschaftlichen Austausch zu leben und den eigenen Horizont zu erweitern, insbesondere auf fachlicher Ebene, aber auch darüber hinaus!

Aus dem Hause der BAW wurden folgende Beiträge beigesteuert:

Verfasst von Martin Utz

Seit April 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Referat für Numerische Verfahren im Wasserbau (W5).

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