Nach fünf Jahren war es wieder so weit: Die BAW war am 3. und 4. September 2026 Gastgeberin des SHINING-Workshops.
Doch worum geht es bei SHINING eigentlich? SHINING ist ein internationales Bündnis führender wissenschaftlicher Institutionen in Europa im Bereich der Binnenschifffahrt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, durch gezielte Kollaboration und den Austausch von Best Practices die numerische Modellierung der Umströmung von Schiffen kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Der Workshop ist international ausgerichtet: Partner aus Belgien (Flanders Hydraulics), den Niederlanden (MARIN, Rijkswaterstaat) und Deutschland (BAW, Universität Duisburg-Essen, DST, DLR) arbeiten Hand in Hand, um gemeinsam neue Maßstäbe zu setzen.
Und das ist uns mehr als gelungen: Mehr als 500 CFD-Simulationen, mehrere experimentelle Versuchskampagnen, fünf Workshops und zahlreiche Veröffentlichungen sind bislang aus der Zusammenarbeit hervorgegangen. Dahinter stehen ein großes Engagement, Innovationswille und eine kooperative Zusammenarbeit, die uns auch weiterhin motivieren.

Die Workshops finden abwechselnd bei den jeweiligen Partnerinstitutionen statt. Der erste Workshop fand 2022 in Karlsruhe statt, anschließend folgten Wageningen, Antwerpen und Duisburg – und in diesem Jahr war wieder Karlsruhe an der Reihe. Jeder Workshop widmet sich einem spezifischen Thema aus dem Bereich der Schiffsdynamik in flachen Gewässern. In diesem Jahr standen oszillatorische Bewegungen im Mittelpunkt. Die zentrale Frage lautete: Wie lässt sich die hydrodynamische Masse möglichst effizient und gleichzeitig präzise numerisch bestimmen? Eine abschließende Antwort auf diese Frage konnten wir zwar noch nicht finden, durch den intensiven Austausch sind jedoch zahlreiche neue Ideen entstanden, wie wir künftig an diese Aufgabe herangehen können.
Eines ist dabei sicher: Die Ergebnisse dieser kollaborativen Forschungsarbeit finden direkten Eingang in unsere Projekte. Dies betrifft insbesondere die Wechselwirkungen zwischen Schiff und Wasserstraße, die Schiffskalibrierung am Binnenschiffsführungssimulator sowie aktuelle Entwicklungen im Hinblick auf eine zunehmend autonome Binnenschifffahrt.
Auch unsere Gäste haben ihren Aufenthalt in Karlsruhe sehr genossen. Ein besonderes Highlight waren die Hallenführung am Rheinmodell sowie die ethohydraulischen Versuche mit Fischen. Katharina Stickl und Anne Kampker gestalteten dazu zwei sehr interessante Führungen auf Englisch, herzlichen Dank dafür!

Auch kulinarisch konnte Karlsruhe überzeugen: Den Donnerstag Abend haben die Teilnehmer*innen bei Käsespätzle (da waren sich fast alle einig) im Gasthaus Gutenberg ausklingen lassen.

Ein großer Dank gilt außerdem allen Kolleg*innen, die uns bei der Organisation unterstützt haben: Claudia Zeman-Zachar, Nina Quach, Hauke Stachel und Anne Bitterlich.
Vielen Dank an alle Beteiligten für den fachlichen Austausch, das große Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit. Wir freuen uns schon auf den nächsten SHINING-Workshop!
Melissa Böhm und Lahbib Zentari
Verfasst von Lahbib Zentari
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