Aus dem Laboralltag, für den Laboralltag – BAWWorkshop 2026

Wie arbeiten eigentlich die anderen? Welche Erfahrungen machen sie mit ihren Versuchsmodellen und Messgeräten? Und wo stehen sie vor ähnlichen Herausforderungen wie wir? Um genau diese Themen ging es am 27. und 28. Oktober beim BAWWorkshop „Modelldesign, Messtechniken und Auswertemethoden im wasserbaulichen Versuchslabor“ in Karlsruhe. Rund 50 Kolleginnen und Kollegen aus Hamburg, Graz, Innsbruck, Zürich, Dresden, Nürnberg und vielen weiteren Orten kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Seit 2015 bringt die Veranstaltungsreihe Menschen zusammen, die sich in ihrem Arbeitsalltag mit dem wasserbaulichen Versuchswesen beschäftigen. Dabei lebt der Workshop vor allem von der Offenheit der Beteiligten. Im Mittelpunkt stehen nicht nur fertige Ergebnisse, sondern auch die Erfahrungen auf dem Weg dorthin. Was hat gut funktioniert, wo gab es Schwierigkeiten und welche Lösungen haben sich letztlich bewährt? Gerade diese Einblicke machen den besonderen Reiz der Veranstaltung aus.

Auch in diesem Jahr wurden Probleme aus dem Laboralltag offen angesprochen und rege diskutiert. Gerade diese praktischen Erfahrungen sind besonders wertvoll, da sie in Veröffentlichungen und Ergebnispräsentationen häufig nur wenig Platz finden. Im direkten Austausch zeigte sich einmal mehr, dass viele Labore vor ähnlichen Herausforderungen stehen und bereits entwickelte Lösungsansätze auch für andere hilfreich sein können.

Bei den Laborbesichtigungen ging der Austausch direkt an den Versuchsmodellen weiter. Wer selbst Modelle plant, aufbaut und betreibt, schaut mit einem geschulten Blick auf die Arbeit der anderen. Neben den eigentlichen Versuchsaufbauten standen dabei auch ganz praktische Details im Fokus: Wie ist die Messtechnik angeordnet? Wie gut sind die entscheidenden Stellen für Umbauten oder Wartungsarbeiten zugänglich? Und welche kleinen konstruktiven Lösungen erleichtern den Laboralltag? Was zunächst unscheinbar klingt, ist für die tägliche Arbeit oft von großer Bedeutung. Entsprechend viel Gesprächsstoff boten die Besichtigungen. Gleichzeitig war es für uns eine schöne Gelegenheit, die eigenen Aufbauten gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Laboren zu betrachten und neue Anregungen mitzunehmen.

Am Abend blieben wir dort, wo wir uns ohnehin wohlfühlen: in der Versuchshalle. Abendveranstaltungen zwischen Versuchsmodellen haben an der BAW inzwischen eine gewisse Tradition. Für uns Laboringenieurinnen und Laboringenieure ist es dennoch etwas Besonderes, gemeinsam mit den Gästen dort anzustoßen, wo sonst unser Arbeitsalltag stattfindet. In entspannter Atmosphäre wurden die Gespräche vom Tag fortgesetzt, neue Kontakte geknüpft und bestehende vertieft.

Vielen Dank an alle, die mit ihren Beiträgen, Fragen und ihrer Offenheit diese beiden Tage mitgestaltet haben, sowie an alle, die bei der Organisation und Durchführung unterstützt haben!

In zwei Jahren geht es weiter, dann turnusmäßig wieder in einem anderen Labor im deutschsprachigen Raum. Erste Ideen gibt es bereits. Wo wir uns treffen werden, bleibt aber vorerst noch geheim. Soll ja spannend bleiben …

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