15. FIS-Workshop in der BAW ‒ Experten diskutierten Verkehrsfragen der Zukunft

Am 27. März 2018 fand in der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe ein Workshop zum Thema „Zukunftssicheres Planen, Bauen und Unterhalten von Verkehrsinfrastrukturen durch Digitalisierung“ statt. Annähernd 40 Experten des Projekts „Forschungsinformationssystem für Mobilität und Verkehr (FIS)“, sowie Wissenschaftler der Ressortforschungseinrichtungen und Fachbehörden aus dem BMVI-Expertennetzwerk waren dazu eingeladen.

Begrüßt wurde die Runde von Herrn Stefan Kuschel (TÜV Rheinland Consulting GmbH), Herrn Peter Weinmann (Bundesanstalt für Wasserbau) sowie Herrn Ingo Christian Hartmann (G11, BMVI). Zu Beginn des eintägigen Workshops ließ Herr Matthias Fuchs von der Sächsischen Landesbibliothek ‒ Staats- und Universitätsbibliothek Dresden uns einen Einblick in „FID move“ nehmen. Dieser Fachinformationsdienst für Mobilitäts- und Verkehrsforschung „FID move“ ist ein zum FIS komplementäres, nicht konkurrierendes Angebot. Das Serviceangebot für Aufgaben der verkehrswissenschaftlichen Forschung dient der Versorgung mit Fachliteratur und Information, aber auch der Bereitstellung von Dienstleistungen und Werkzeugen.

Mit seinem Impulsvorträge „BIM statt Bagger? Digitalisierung im Infrastrukturbau“ gab uns Herr Weinmann einen guten Einblick in Building Information Modeling. Als Erfolgsgeschichte im Hochbau durch die Automatisierung der Kalkulation und Bauprozesses sowie der effizienteren Arbeitsvorbereitung begonnen, zieht BIM nun immer mehr auch in andere Bereiche des Bauens und der Verwaltung ein. Mit dieser Grundlage gewappnet, hatten die ca. 40 Teilnehmenden anschließend die Möglichkeit, in einer der drei Arbeitsgruppen mitzuwirken: „Zukunftssicheres Planen, Bauen und Unterhalten von Verkehrsinfrastrukturen durch Digitalisierung“, wobei sich je eine Arbeitsgruppe dem Thema Planen bzw. Bauen bzw. Unterhalten widmete. Rege Diskussionen in lockerer Atmosphäre wurden um die jeweiligen Wissenslandkarten Planen, Bauen und Unterhalten geführt. BIM wurde dabei als Werkzeug gesehen, alle Informationen zu einem Bauwerk an einem Ort abzulegen.

„BIM statt Bagger“ – Impulsvortrag von Peter Weinmann

Im Zuge des Begleitprogramms zur Mittagszeit hatten alle Interessierten nach dem obligatorischen Gruppenfoto die Möglichkeit, das neuste Rheinmodell und Forschungsvorhaben zum Jungferngrund in einer der Versuchshallen der BAW von Herrn Weinmann erläutert zu bekommen. Hierbei steht die Abladeoptimierung am Mittelrhein im Vordergrund, da die maximale Abladetiefe am Jungferngrund ein Nadelöhr im Güterverkehr zwischen Basel und Rotterdam ist, in dem die Schiffe im Bereich des Jungferngrunds nicht so schwer beladen sein dürfen wie z.B. im Bereich des Ober- oder des Niederrheins.

Brainstorming zur Wissenslandkarte „Digitalisierung beim Bauen von zukunftssicheren Verkehrsinfrastrukturen“

Zurück in unseren drei Arbeitsgruppen Planen, Bauen bzw. Unterhalten wurde wieder rege weiterdiskutiert und anschließend die erarbeiteten Ergebnisse präsentiert. Die Teilnehmenden waren sich nach dem gut organisierten Workshop einig, dass es insgesamt ein wichtiger Tag für den Austausch zwischen den Institutionen, die mit Mobilität und Verkehr zu tun haben, war, um neue Aspekte zu betrachten und zu fördern. Das FIS wurde in seiner Aufgabe, gesicherte Kenntnisse aus der Forschung an interessierte Kreise aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung weiterzugeben, bestärkt. Workshops wie dieser fördern und stärken die Kommunikation, Zusammenarbeit und Symbiosen zwischen Universitäten und Behörden, Ressortforschung und Auswertebereichen.

 

Informationen:

https://www.forschungsinformationssystem.de

Verfasst von Ellen Diermayer

Als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Referats Datenmanagement und Systemtechnik beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit den Themenbereichen Forschungsdatenmanagement, Open Data und Open Access.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.