Franziska Herrmann

HENRY knackt die 6.000er Marke

Das offene Fachrepositorium für den Wasserbau wächst stetig und konnte in den vergangenen Monaten einen Zuwachs von über 1.000 Dokumenten verzeichnen. Diese hohe Zahl begründet sich hauptsächlich auf drei umfangreiche Sammlungen, die neu in HENRY aufgenommen wurden.

Schriften der Forschungsanstalt für Schifffahrt, Wasser- und Grundbau (FAS)
Rund 400 Dokumente der FAS, die den Bibliotheken bisher nur als gedruckte Version vorlagen, sind nun erstmals digital verfügbar. Die Dateien wurden vom IZW-Team aufwendig  zusammengetragen, digitalisiert und mit Metadaten versehen.

Die FAS war die „Schwester“ der BAW und ist ebenfalls aus der Königlichen bzw. Preußischen Versuchsanstalt für Wasserbau, Schiffbau und Erdbau hervorgegangen. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und hat die wissenschaftlich-technischen Grundlagen für Betrieb und Unterhaltung der Wasserstraßen und Schifffahrt in der DDR bearbeitet. Mit der deutschen Wiedervereinigung stellte die FAS ihre Tätigkeit 1990 ein und wurde in die Bundesanstalt für Wasserbau integriert.

Wir freuen uns, dass die wertvollen Informationen aus über 40 Jahren Forschungsarbeit der FAS der Öffentlichkeit ab sofort frei zugänglich und dauerhaft zur Verfügung gestellt werden können.

 

Poster
Seit Kurzem finden sich auch Poster zu verschiedenen fachlichen Themen in HENRY. Sie wurden hauptsächlich für Fachkonferenzen und Kolloquien erstellt und enthalten fachlich relevante Forschungsdaten und Diagramme.

 

Uni Schriften
Die BAW hat sich in jüngster Vergangenheit mit mehreren Universitäten vernetzt, die ihre Institutsmitteilungen und Fachartikel ebenfalls in HENRY veröffentlichen. Somit steht der Öffentlichkeit ein immer breiteres Spektrum an Fachartikeln rund um das Thema Wasserbau zur Verfügung. Neu dabei sind die Ruhr-Uni Bochum, die TU Braunschweig und das Institut für  Geotechnik der TU Dresden.

https://henry.baw.de/

IWASA Aachen – Plattform für Austausch und Wissenschaft

Rund 500 Teilnehmer besuchten am 10. und 11. Januar das internationale Wasserbau-Symposium (IWASA) in Aachen. Bereits zum 49. Mal veranstaltete das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH Aachen die Fachtagung, die von Ingenieurinnen und Wissenschaftlern gerne als Informations- und Austauschplattform genutzt wird. Unter dem Titel „Naturnahe Gewässerentwicklung – Beiträge aus Praxis und Forschung“ wurden aktuelle Entwicklungen aus dem Bereich Wasserbau und Wasserwirtschaft vorgestellt. Die Themenschwerpunkte der Tagung waren in diesem Jahr Hydromorphologie, Renaturierungen, Bauweisen, Fischdurchgängigkeit und Mikroplastik. Hierzu gab es an den beiden Kongresstagen zahlreiche spannende Vorträge. Insbesondere die Kollegen, die im „Blauen Band Deutschland“ mitarbeiten, profitierten von den fachlich guten Vorträgen aus den Bereichen Renaturierung und Morphodynamik. So konnten neue Perspektiven eröffnet und wichtige Informationen gewonnen werden.

 

Die Kaffeepausen und Abendveranstaltung dienten dem Austausch und Networking bei den Teilnehmern und gab genug Raum um neue Kontakte zu knüpfen und alte Bekannte wiederzutreffen.

In der begleitenden Fachausstellung präsentierten sich zahlreiche Aussteller aus dem Fachgebiet – darunter auch die BAW mit einem Messestand.  Mitarbeiter aus dem Referat Flussbau stellten ihre Arbeit und Projekte vor und stießen auf interessierte Standbesucher. Beeindruckende Bilder und Filme, die auf dem großen Monitor am Stand gezeigt wurden, zogen das Interesse der Besucher auf sich und eröffnetet zahlreiche Möglichkeiten für Gespräche.

Auch das IZW präsentierte seine Wissensdienstleistungen, die insbesondere bei den zahlreichen Studenten auf offene Ohren stießen.  Die Themen Abschlussarbeiten, Praktika und Berufseinstieg in der BAW waren den Studenten ebenfalls besonders wichtig. Dazu konnten die jungen BAW-Mitarbeiter aus eigener Erfahrung ausführlich berichten und Begeisterung bei den Studenten wecken.

So bietet die IWASA jährlich eine breite Plattform für Wissenschaft, Unternehmen und Studenten, die gleichermaßen von Inhalt und Austausch profitieren. Und vielleicht sehen wir den ein oder anderen Studenten künftig in der BAW wieder…

Die BAW präsentiert sich auf der Baugrundtagung

Zum 35. Mal fand die Baugrundtagung statt – zum ersten Mal war die BAW mit einem Messestand dabei. Die Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik (DGGT) findet alle zwei Jahre statt, dieses Jahr traf ich die Geotechnik-Community vom 26.-28.09.2018 in Stuttgart.

Mit über 1000 Teilnehmern ist die Baugrundtagung eine der wichtigsten Veranstaltungen der Branche. Im Rahmen des Fachkongresses, der in diesem Jahr unter dem Leitthema „Geotechnik trifft Zukunft“ stand, profitierten die Teilnehmer von fachlich hochwertigen Vorträgen und Austausch mit Kollegen und Dienstleistern.

Die BAW, die bereits seit vielen Jahren inhaltlich am Kongress beteiligt ist, war in diesem Jahr auch erstmalig mit einem Messestand in der begleitenden Fachausstellung präsent. Die Abteilung Geotechnik präsentierte sich und seine Projekte, die anschaulich an den großen Monitoren vorgestellt wurden. Ebenfalls konnten sich die Besucher Informationen rund um das Infozentrum Wasserbau (IZW) und HENRY holen.

Ein absoluter Magnet des Standes war das Modell für die Visualisierung der Deckwerksstabilität. Die Neugier erstmal geweckt, konnten die Standbesucher selbst mitwirken und mit Hilfe eines Paddels Wellen im Modell erzeugen. Darin waren zwei Schüttsteindeckwerke installiert, welche sich durch die Steingröße und Steinform unterschieden. Durch die Plexiglasscheiben konnte man beobachten, wie sich hydrodynamische Belastung von Schiffswellen auf die Einzelsteinverlagerungen auswirkt und wie sich das Deckwerk dabei verformt.

         

Das Get-together am Abend des ersten Messetages lud zum Austausch mit verschiedenen Ausstellern und Kongressteilnehmern ein. Die Teilnehmer von Kongress und Fachmesse zeigten sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung und der Präsenz der BAW. Zahlreiche interessierte Besucher, neue und alte Bekannte der Branche, Studenten und Wissenschaftler trafen sich am zentral gelegenen Messestand und nutzten die Plattform für Networking und Fachgespräche.